Höchster Kreisblatt vom 07.05.2016
Palastwachen vor der Robert-Koch-Außenstelle
Alles in den Farben Großbritanniens: Die Robert-Koch-Schüler beteiligen sich an der „Big Challenge“. Foto: Maik Reuß
Höchst. „Very british“ – unter dieser Überschrift stand eine etwas andere Art von Unterricht
an der Außenstelle der Robert Koch-Schule. Wer das Gebäude am Justinusplatz betreten wollte, musste an zwei überlebensgroßen
Figuren der britischen Palastwache vorbei. Auch im Inneren begegnete das Motto „England“ den Schülerinnen und Schülern
auf Schritt und Tritt, sei es in Form von britischen Telefonzellen oder Wimpeln. Ein Klassenraum beherbergte ein Kuchenbüfett
mit Leckereien in den Farben des Union Jack.
Anlass war die jüngste Initiative der Fachschaft Englisch, die dieses Jahr schon zum zweiten mal am sogenannten „Big Challenge“
teilnahm. Hierbei handelt es sich um einen Wettbewerb, an dem bundesweit alle weiterführenden Schulen teilnehmen können.
Im Multiple-Choice-Verfahren können die Schüler ihrer jeweiligen Altersstufe entsprechend ihr Wissen rund um
Großbritannien unter anderem in den Bereichen Grammatik, Landeskunde und Geschichte unter Beweis stellen. Für den Test
trainieren können sie rund ums online. Jeder Schüler erhält einige Wochen nach dem Test im Rahmen einer Siegerehrung
ein Teilnahmezertifikat, Stufenbeste eine besondere Auszeichnung. Außerdem bekommt jeder Schüler einen Preis für seine
Teilnahme.
„Der große Zuspruch und Erfolg des letzten Jahres regte zu einer Fortsetzung und Ausweitung an“, sagt Schulleiter Harald Kern.
„Die hohe Motivation der Jugendlichen bei der Vorbereitung auf den Wettbewerb zeigt, dass der Leistungsgedanke nicht zwangsläufig
zu einer Demotivierung führen muss.“ Fachschaftsleiterin Sandra Pick ergänzt: „Sprache wird am effektivsten in
Handlungszusammenhängen gelehrt und gelernt – viele Möglichkeiten sind hier noch denkbar. Warum nicht für nächstes
Mal auch den englischen oder amerikanischen Botschafter zur Eröffnung einladen oder langfristig einen Schüleraustausch
anstreben?“ Die nächste Gelegenheit sich am englischen Idiom zu versuchen wird ein Besuch des Pegasus-Theaters sein. Man darf
also gespannt sein . . . (hk)